Positive Studienergebnisse in der DUO-O Studie!

Neue Kombinationsbehandlung beim fortgeschrittenen Eierstockkrebs untersucht

Die internationale Phase-3-Studie (DUO-O) hat untersucht, ob eine Kombination aus Immuntherapie, Chemotherapie, zielgerichteter Therapie und Erhaltungstherapie das Fortschreiten von neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstockkrebs verzögern kann.

An der Studie nahmen über 1.100 Patientinnen teil, deren Tumor keine BRCA-Mutation aufwies. Alle erhielten zunächst die Standardbehandlung mit Carboplatin und Paclitaxel, häufig kombiniert mit dem Antikörper Bevacizumab. Anschließend wurden verschiedene zusätzliche Therapiekombinationen getestet.

Wichtigstes Ergebnis der Studie

Die Kombination aus Durvalumab (Immuntherapie) + Chemotherapie + Bevacizumab, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Durvalumab, Bevacizumab und dem PARP-Inhibitor Olaparib, konnte das Fortschreiten der Erkrankung deutlich hinauszögern.

  • Bei allen Patientinnen ohne BRCA-Mutation blieb die Erkrankung im Durchschnitt 24,2 Monate stabil, verglichen mit 19,3 Monaten unter der bisherigen Standardbehandlung.

  • Besonders deutlich war der Effekt bei Patientinnen mit einer sogenannten HRD-positiven Tumorbiologie: Hier lag die Zeit bis zum Fortschreiten bei über drei Jahren.

Die Behandlung mit Durvalumab allein zusätzlich zur Standardtherapie zeigte dagegen keinen klaren Vorteil.

Überleben noch unklar

Ob diese Kombination auch das Gesamtüberleben verlängert, ist derzeit noch nicht sicher. In den bisherigen Auswertungen konnte noch kein eindeutiger Überlebensvorteil gezeigt werden, dafür sind längere Nachbeobachtungszeiten nötig.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen entsprachen im Wesentlichen denen der einzelnen Medikamente und waren insgesamt vergleichbar mit bisherigen Erfahrungen.

Was bedeutet das für Patientinnen?

Die Studie zeigt, dass eine Kombination aus Immuntherapie und PARP-Inhibitor in der Erstbehandlung des fortgeschrittenen Eierstockkrebses das Fortschreiten der Krankheit möglicherweise deutlich länger hinauszögern kann, besonders bei bestimmten Tumorbiologien.

Ob diese Therapie künftig Standard in der Erstlinie wird, hängt jedoch von weiteren Auswertungen und Zulassungsentscheidungen ab.

Quelle: Publikation (der Artikel ist auf Englisch)