Archiv des Autors: Rosa Kutz

NOGGO S15 – FraStROC

NOGGO S15 – FraStROC

Studie für Patientinnen mit wiederkehrendem oder wiedergekehrtem Eierstockkrebs.

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STUDIE FÜR PATIENTINNEN MIT WIEDERKEHRENDEM ODER WIEDERGEKEHRTEM EIERSTOCKKREBS

Die FraStROC-Studie ist eine nicht-interventionelle, prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie, in der die Gebrechlichkeit und Fragilität von Ovarialkarzinom-Patientinnen in der Rezidivsituation während der Chemotherapie evaluiert wird. Die Studie erfolgt in zwei Phasen.

Was ist das Ziel der Studie?
Das Ziel der Studie ist die prospektive Bewertung von Entzündungsmarkern, Organfunktionsstörungen, Funktionstests und Maßnahmen zur geriatrischen Beurteilung sowie des von Patientinnen berichteten Ergebnisses hinsichtlich ihrer Fähigkeit, die hämatologische Toxizität oder nicht-hämatologische Toxizität vorherzusagen.

Wie ist der Ablauf der Studie?
Dies ist eine prospektive, multizentrische, nicht-interventionelle Beobachtungsstudie in 2 Stufen für Patientinnen mit epithelialem Eierstockkrebs oder Karzinosarkom (EOC), Eileiterkrebs (FTC) oder primärem Bauchfellkrebs (PPC), die wegen wiederkehrender Krankheit eine Monotherapie benötigen und an mindestens einer vorherigen systemischen Behandlung teilgenommen haben.

Schritt 1 und 2:
In der Studie werden demografische, klinische und pathologische Aspekte der Patientinnen bewertet, sowie die Maßnahmen vor Beginn der Chemotherapie dokumentiert und eine Beurteilung der Toxizität für ein Jahr ab Behandlungsstart vorgenommen (Follow-up).
Im ersten Schritt der Studie soll anhand der erhobenen Daten eine Gebrechlichkeitsbewertung (Fragilitäts-Score) ermittelt werden, um abschätzen zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Chemotherapie aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen werden muss. Im zweiten Schritt der Studie wird der ermittelte Score getestet (validiert).

Gibt es Risiken?
Nein, es ist eine Beobachtungsstudie.


TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN

Kann ich an dieser Studie teilnehmen?
Wichtigste Ein- und Ausschlusskriterien:

Patientinnen müssen vorab eine schriftliche Einverständniserklärung vorlegen, mindestens 18 Jahre alt sein sowie:

  • eine histologisch bestätigte Diagnose eines epithelialen Eierstockkrebses, Karzinosarkoms, primären Bauchfellkrebses oder Eileiterkrebses haben
  • eine wiederkehrende Krebserkrankung haben
  • für eine Monochemotherapie mit Paclitaxel, Doxorubicin (PLD), Topotecan oder Treosulfan mit optionaler Anwendung von Bevacizumab in Frage kommen
  • mindestens ein vorheriges Behandlungsschema für Eierstockkrebs erhalten haben (ab der zweiten Behandlungslinie zulässig)
  • eine Lebenserwartung von mindestens 12 Wochen haben.

Nicht in Frage kommende Patientinnen:
Patientinnen werden ausgeschlossen, wenn:

  • sie nur für eine Kombinationschemotherapie oder Erhaltungstherapie nach vorheriger Chemotherapie in Frage kommen oder eine Strahlentherapie geplant ist.

Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, die erfüllt sein müssen. Interessierte Patientinnen sollten mit einem Prüfarzt/-ärztin an einem Studienzentrum sprechen, der/die prüfen kann, ob sie für diese Studie in Frage kommen.

SIE INTERESSIEREN SICH FÜR DIE STUDIE?
Wenden Sie sich gerne mit diesem PDF an Ihr betreuendes Ärzteteam (Gynäkologen oder Onkologen). Diese werden prüfen, ob die Studie für Sie in Frage kommt und Sie zu einem Studienzentrum vermitteln.

AGO-OVAR 28 / ENGOT-OV57

AGO-OVAR 28 / ENGOT-ov57

Eine randomisierte offene Phase-III Studie zur Bewertung von Niraparib allein im Vergleich zur Kombination von Niraparib und Bevacizumab bei Patientinnen die eine Chemotherapie für neu diagnostizierten fortgeschrittenen Eierstockkrebs erhalten

Was ist das Ziel der Studie?

Zwei große weltweite Studien bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstock-, Eileiter- oder primären Bauchfellkrebs zeigten, dass sich die Zeit bis zum Wiederauftreten der Erkrankung verlängert, wenn die Patientinnen, die auf die vorherige platinhaltige Chemotherapie angesprochen haben, eine Erhaltungstherapie mit einem PARP-Hemmer in Anschluss an die Chemotherapie erhalten haben. Dabei untersuchte die eine Studie die Wirkung von Niraparib alleine; die andere die Wirkung von Olaparib in Kombination mit Bevacizumab. Somit stellt sich nun die Frage, ob eine alleinige Erhaltungstherapie mit einem PARP-Hemmer ausreicht, oder ob die Kombination mit Bevacizumab notwendig ist. Das Ziel dieser klinischen Prüfung ist es daher herauszufinden, ob eine Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Bevacizumab und Niraparib wirksamer ist als eine Chemotherapie gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Niraparib allein.

Wie ist der Ablauf der Studie?

Diese Studie wird weltweit in etwa 200 Prüfstellen durchgeführt; es sollen insgesamt ungefähr 970 Patientinnen daran teilnehmen.

Falls sich die Patientin für eine Teilnahme an der Studie entscheidet, muss dazu eine Einwilligungserklärung unterzeichnet werden. Anhand verschiedener Ein- und Ausschlusskriterien wird überprüft, ob die Patientin für die Teilnahme an der Studie geeignet ist.

Falls die Patientin eine geeignete Kandidatin für die Studie ist, startet sie mit dem ersten Zyklus der Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel im Rahmen der Studie. Parallel dazu werden bereits vorliegende Tumorproben der Patientin auf eine BRCA Mutation getestet.

Falls die Tumorprobe auswertbar ist, ein Ergebnis vor dem 2. Zyklus der Chemotherapie vorliegt und die Patientin weiterhin für die Teilnahme geeignet sind, wird die Patientin einem der unten aufgeführten Therapiearme zugelost.

Therapiearm 1: Die Patientin erhält 5 weitere Zyklen der Chemotherapie mit Paclitaxel und Carboplatin und nach Ende der Chemotherapie Niraparib in Form von Kapseln zur täglichen Einnahme für bis zu 3 Jahre.

Therapiearm 2: Die Patientin erhält 5 weitere Zyklen der Chemotherapie mit Paclitaxel und Carboplatin sowie Bevacizumab. Nach Ende der Chemotherapie erhalten Sie Bevacizumab alle 3 Wochen bis zu 1 Jahr und Niraparib als Kapsel einmal täglich bis zu 3 Jahre.

Während der Chemotherapie und im ersten Jahr der Erhaltungstherapie mit Niraparib (+/- Bevacizumab) werden die Patientinnen alle drei Wochen zu einer Studienvisite am Prüfzentrum einbestellt. Im Anschluss finden diese Besuche alle 12 Wochen im 2. und 3. Jahr der Erhaltungstherapie statt.

Nach dem Abschluss der Therapie werden die Patientinnen zu einer Kontrolluntersuchung und im Anschluss alle 3 Monate zu Nachbeobachtungsterminen einbestellt.

Gibt es Risiken?

Über mögliche Risiken bzw. Nebenwirkungen, die mit der Teilnahme verbunden sind, werden Sie im Rahmen eines Aufklärungsgesprächs informiert.

Teilnahmebedingungen

An dieser Studie können Frauen im Alter ab 18 Jahren teilnehmen, die:

  • an einem neu diagnostizierten primären, fortgeschrittenen high grade epithelialen Eierstock-, Eileiter- oder primären Bauchfellkrebs mit FIGO Stadium III/IV erkrankt sind
  • kürzlich eine Operation zur Tumorentfernung hatten oder bei denen im Verlauf ihrer Behandlung eine Operation zur Tumorentfernung geplant ist
  • Paraffin-eingebettetes Tumorgewebe zur Verfügung stellen können
  • einen ECOG-Leistungsstatus (Index zur Lebensqualitätsermittlung der Eastern Cooperative Oncology Group) von 0-1 aufweisen
  • mit ausreichenden Organ- und Knochenmarksfunktionen und normalem Blutdruck
  • bereit und in der Lage sind, an den Studienvisiten teilzunehmen und alle studienrelevanten Prozeduren zu verstehen

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Kriterien, die für eine Teilnahme an der Studie erfüllt sein müssen. Interessierte Patientinnen sollten mit den Prüfärzt:innen an einem Studienzentrum sprechen, welche prüfen können, ob diese Studie für sie in Frage kommen.

Zuletzt aktualisiert am 29.01.2025

EXPRESSION XX (20)

NOGGO S33/ Expression XX (20)

UMFRAGE UNTER PATIENTINNEN MIT GYNÄKOLOGISCHEN TUMORERKRANKUNGEN ZUM ÜBERBRINGEN SCHLECHTER NACHRICHTEN

Das Überbringen schlechter Nachrichten ist ein wesentlicher Bestandteil des medizinischen Berufsalltags, insbesondere in der gynäkologischen Onkologie. Trotz der Häufigkeit dieser Gespräche stellt das Überbringen schlechter Nachrichten für viele Ärztinnen und Ärzte eine erhebliche Herausforderung dar. 

Studien betonen die Notwendigkeit von Kommunikationstraining, um das Selbstvertrauen des medizinischen Personals zu stärken und die Angst vor solchen Gesprächen zu reduzieren. Bisher gibt es jedoch nur wenige Studien zu diesem Thema, insbesondere im deutschsprachigen Raum fehlen Untersuchungen, die die Perspektive der Patientinnen beim Überbringen schlechter Nachrichten in der gynäkologischen Onkologie erfassen. Um diese Lücke zu schließen, wurde die Expression 20 Umfrage geplant.

Was ist das Ziel der Umfrage?

Ziel dieser Umfrage ist es, die Perspektive der Patientinnen beim Überbringen schlechter Nachrichten zu erfassen und zu analysieren. Dabei sollen Unterschiede zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund untersucht werden. Es wird vermutet, dass Patientinnen generell Verbesserungsbedarf beim Überbringen schlechter Nachrichten sehen. Zudem soll erforscht werden, ob Frauen mit Migrationshintergrund sich im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund weniger gut aufgeklärt fühlen und ob sie Bedarf an interkulturellen Kompetenzen und Angeboten haben.

Was ist der Ablauf der Umfrage?

Insgesamt sollen 500 Patientinnen für die Studie befragt werden. Die Umfrage ist anonym und die Daten werden anhand eines Fragebogens erhoben, welcher in Papierform an den teilnehmenden Studienzentren zur Verfügung stehen wird. Der Fragebogen ist in 4 Sprachen verfügbar – Deutsch, Türkisch, Arabisch und Englisch.

Der Fragebogen ist in 2 Teile gegliedert:

  1. Soziodemographische Fragen:
    15 Fragen zur Person (Alter, Bildungsstatus, Partnerschaft, Muttersprache, Geburtsort) und zur Tumorerkrankung
  2. Gesprächs-Fragen:
    46 Fragen zu einem Gespräch, in welchem schlechte Nachrichten bezüglich der Erkrankung übermittelt wurden. Die Fragen beziehen sich insbesondere auf das Befinden und die Wünsche der Patientin im Rahmen dieses Gespräches und die Zeit nach dem Gespräch.

Gibt es Risiken?

Die Expression 20 ist eine Umfragestudie und hat deswegen keine Teilnahmerisiken.

Teilnahmevoraussetzungen

Frauen mit gynäkologisch-onkologischen Tumorerkrankungen inklusive Borderline-Tumoren dürfen an dieser Umfrage teilnehmen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Es werden nur Frauen eingeschlossen, die in Deutschland leben.

Wo kann ich an der Umfrage teilnehmen?

Die Studie wird aktuell in Berlin an der Klinik für Gynäkologie der Charité im Virchow-Klinikum sowie im Vivantes Klinikum am Urban durchgeführt.

Die Teilnahme ist ab sofort auch online möglich!

 

Diese Studie wird unterstützt von:

Seite zuletzt aktualisiert am: 23.01.2026